DGB Region Mittelfranken
Solidaritätserklärung der DGB Region Mittelfranken zu den Angriffen auf betriebliche Mitbestimmungsrechte bei Siemens Energy Erlangen und zur fristlosen Kündigung der Betriebsrätin Isabella Paape.
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Aktuell: Jetzt unsere Petition unterstützen – für den Schutz der betrieblichen Mitbestimmung:
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Solidaritätserklärung der DGB Region Mittelfranken zu den Angriffen auf betriebliche Mitbestimmungsrechte bei Siemens Energy Erlangen und zur fristlosen Kündigung der Betriebsrätin Isabella Paape.
Erklärung anzeigen (PDF)Öffentliche Solidaritätsadresse von Ver.di Mittelfranken für Isa Paape und die betriebliche Mitbestimmung bei Siemens Energy Erlangen.
Zum Facebook-PostStellungnahme des Kreisvorstands der GEW Erlangen zur fristlosen Kündigung der Siemens-Betriebsrätin Isa Paape. Die GEW verurteilt das Vorgehen der Firma, bezeichnet die Kündigung als Angriff auf Mitbestimmung und ruft zur Solidarität auf.
Zur GEW-SolidaritätserklärungDie GEW Bayern bekräftigt ihre Solidarität mit der fristlos gekündigten Betriebsrätin Isabella Paape auch über Social Media und macht den Fall in einem Instagram-Post öffentlich sichtbar.
Zum Instagram-PostSolidaritätserklärung der Bundestagsabgeordneten Evelyn Schötz: Sie bezeichnet die Kündigung der Betriebsrätin Isa Paape bei Siemens Energy als Angriff auf Mitbestimmung und Demokratie im Betrieb.
Zur ErklärungSolidaritätserklärung der IG Metall Geschäftsstelle Erlangen zum Schutz betrieblicher Mitbestimmungsrechte bei Siemens Energy Erlangen. Die Erklärung beruht auf einem einstimmigen Beschluss der Delegiertenversammlung, an der auch weitere IG-Metall-Betriebsräte bei Siemens Energy Erlangen teilnahmen.
Erklärung anzeigen (PDF)Die katholische Betriebsseelsorge im Erzbistum Bamberg solidarisiert sich grundsätzlich mit der bei Siemens Energy in Erlangen fristlos entlassenen Betriebsrätin Isabella Paape. Die Kündigung ohne Angabe von Gründen wenige Monate vor den Betriebsratswahlen wirkt nach Einschätzung der Arbeitnehmerpastoral wie eine bewusste Behinderung betrieblicher Mitbestimmung.
Solidaritätserklärung anzeigen (PDF)Solidaritätserklärung von Eva Linhart, Kollegin von Isa Paape und Oberbürgermeisterkandidatin für die Stadt Erlangen. Sie betont die Bedeutung demokratischer Strukturen und Mitbestimmung im Betrieb sowie in der Stadtgesellschaft.
Zur Erklärung„Isabella Paape hat erklärt, dass sie trotz aller Schikanen im Sinne der Beschäftigten Wahlkampf macht. Das ist mutig – und das verdient Solidarität.“ Der bekannte Enthüllungsjournalist unterstützt Isa Paape.
Zur ErklärungDie katholische Betriebsseelsorge im Erzbistum Bamberg setzt sich für die Würde und Wertschätzung von Menschen in der Arbeitswelt ein und solidarisiert sich daher mit Kolleginnen und Kollegen, die sich für die betriebliche Mitbestimmung engagieren – ausdrücklich auch mit der bei Siemens Energy in Erlangen fristlos entlassenen Betriebsrätin Isabella Paape.
Auch in Konfliktfällen müssten Regeln und Gesetze eingehalten und Fairness auf beiden Seiten gewahrt werden. Im konkreten Fall wird nach Kenntnis der Arbeitnehmerpastoral diese Fairness jedoch nicht mehr gesehen: Eine fristlose Kündigung ohne Angabe von Gründen wenige Monate vor den anstehenden Betriebsratswahlen wirke wie eine bewusste Behinderung ihrer Mitbestimmungsarbeit.
Unabhängig von der rechtlichen Klärung zeige sich soziale und ethische Verantwortung eines Unternehmens darin, ob es auch bei Konflikten Mitbestimmungsrechte gelten lasse und einen wertschätzenden Umgang pflege. Eine Missachtung von Fairness und sozialer Verantwortung habe eine negative Signalwirkung für die Würde und den Wert aller Beschäftigten.
Die IG Metall Erlangen erklärt ihre Solidarität mit den IG-Metall-Mitgliedern und den Beschäftigten bei Siemens Energy Erlangen, die sich für eine starke und wirksame betriebliche Mitbestimmung einsetzen.
Demokratisch gewählte Interessenvertretungen müssen ihre Aufgaben frei von Druck, Einflussnahme oder Behinderung wahrnehmen können. Betriebliche Mitbestimmung ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden Arbeitswelt und wurde von Gewerkschaften hart erkämpft.
Im Zusammenhang mit der fristlosen Kündigung der Betriebsrätin Isabella Paape, die sich aktuell in rechtlicher Klärung befindet, bestehen erhebliche Zweifel, ob wichtige Mitbestimmungsprozesse korrekt umgesetzt wurden. Isabella Paape ist keine Betriebsrätin einer IG-Metall-Liste, jedoch IG-Metall-Mitglied und erhält von der IG Metall Rechtsschutz und Unterstützung.
Die IG Metall fordert alle Beteiligten nachdrücklich auf, gesetzliche Vorgaben einzuhalten, Mitbestimmungsrechte zu respektieren und einen ordnungsgemäßen, wertschätzenden Umgang mit Mitgliedern der betrieblichen Interessenvertretungen sicherzustellen.
Unabhängig von früheren Meinungsverschiedenheiten bekräftigt die IG Metall ihre zentrale Aufgabe: den Schutz der Mitbestimmung, die Stärkung demokratischer Strukturen im Betrieb und die Verteidigung der Rechte der Beschäftigten bei Siemens Energy Erlangen.
Solidaritätsadresse:
Nick Heindl, 1. Bevollmächtigter IG Metall Erlangen
nick.heindl@igmetall.de
In einer öffentlichen Erklärung bewertet die Bundestagsabgeordnete Evelyn Schötz die Kündigung der Siemens-Energy-Betriebsrätin Isabella ("Isa") Paape als Angriff auf betriebliche Mitbestimmung und demokratische Grundprinzipien im Betrieb.
Sie betont die Bedeutung gewählter Interessenvertretungen für einen fairen Interessenausgleich und fordert, dass Mitbestimmungsrechte konsequent geschützt sowie Vorgänge transparent und rechtsstaatlich aufgeklärt werden.
Deutscher Gewerkschaftsbund – Region Mittelfranken
DGB Region Mittelfranken · Kornmarkt 5–7 · 90402 Nürnberg
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An alle KV/SV und Geschäftsführer*innen der Mitgliedsgewerkschaften in Mittelfranken
Mehr Schutz und mehr Respekt vor betrieblichen Mitbestimmungsrechten bei SIEMENS Energy Erlangen im Zuge der fristlosen Kündigung der Betriebsrätin Isabella Paape
Wir erklären unsere Solidarität mit unseren IG Metall Mitgliedern und den Beschäftigten bei SIEMENS Energy Erlangen, die sich für eine starke und wirksame betriebliche Mitbestimmung einsetzen.
Wir stehen gemeinsam dafür ein, dass demokratisch gewählte Interessenvertretungen ihre Aufgaben frei von Druck, Einflussnahme oder Behinderungen wahrnehmen können. Dieses Recht besteht für jedes Betriebsratsmitglied.
Betriebliche Mitbestimmung ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden Arbeitswelt und wurde von Gewerkschaften hart erkämpft. Sie schützt Beschäftigte, schafft Transparenz und sorgt für faire Entscheidungen im Betrieb. Die fristlose Kündigung der Betriebsrätin Isabella Paape befindet sich aktuell in Aufklärung und sorgt für mehr Fragen als Antworten. Unserer Kenntnis nach wurden wichtige Mitbestimmungsprozesse nicht korrekt umgesetzt.
Wir fordern:
3. Dezember 2025
Kontaktperson:
Stephan Doll
Regionsgeschäftsführer
Deutscher Gewerkschaftsbund, Region Mittelfranken
Kornmarkt 5–7, 90402 Nürnberg
Telefon: 0911 248458-6
stephan.doll@dgb.de
mittelfranken.dgb.de
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Wir als Gewerkschaft bleiben unserer zentralen Aufgabe verpflichtet: dem Schutz der Mitbestimmung, der Stärkung der demokratischen Strukturen im Betrieb und der Verteidigung der Rechte unserer Mitglieder und der Beschäftigten bei SIEMENS Energy in Erlangen.
Für Rückfragen und Solidaritätsbekundungen bitte an Nick Heindl, 1. Bevollmächtigter IG Metall Erlangen wenden: Nick.heindl@igmetall.de
Mit freundlichem Gruß
Stephan Doll
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Erlangen verurteilt die fristlose Kündigung der Siemens-Betriebsrätin Isa Paape scharf. In ihrer Stellungnahme betont die GEW, dass Isa eine engagierte Betriebsrätin und Gewerkschafterin ist und dass die Kündigung ohne nachvollziehbare Begründung erfolgt sei.
Die GEW bewertet das Vorgehen von Siemens Energy als Angriff auf die große Mehrheit der Beschäftigten, die für ihren Lebensunterhalt nur ihre Arbeitskraft verkaufen können, und zugleich als Angriff auf betriebliche Mitbestimmung und das Grundrecht, sich in Gewerkschaften zu organisieren und gemeinsam für die eigenen Interessen einzutreten.
Besonders kritisch sieht die GEW, dass eine fristlose Kündigung eines Betriebsratsmitglieds ohne transparente Begründung rechtlich hoch problematisch ist und ein gefährlicher Präzedenzfall wäre: Würden Gerichte eine solche Praxis tolerieren, könnten unliebsame Betriebsräte künftig sehr leicht über Monate aus ihrem Amt gedrängt oder an einer Wiederwahl gehindert werden.
In ihrer Erklärung weist die GEW darauf hin, dass das Verhalten des Betriebsratsgremiums selbst Fragen aufwirft, sofern eine Zustimmung zur Kündigung ohne ausreichende Information oder Anhörung der Betroffenen erfolgt sein sollte. Ein solches Vorgehen würde nicht nur dem gesetzlichen Prüfauftrag des Betriebsrats widersprechen, sondern auch das Vertrauen in betriebliche Interessenvertretungen untergraben.
Die GEW ruft deshalb alle Kolleginnen und Kollegen sowie die interessierte Öffentlichkeit dazu auf, sich klar an die Seite von Isa Paape zu stellen. Als ersten konkreten Schritt empfiehlt sie die Unterstützung der laufenden Petition zur Rücknahme der Kündigung und zur Sicherung der Möglichkeit von Isa Paape, erneut als Betriebsrätin kandidieren zu können:
Petition "Betriebsrätin Isabella Paape – Kündigung zurücknehmen, Kandidatur ermöglichen"
Am Ende der Stellungnahme macht die GEW Erlangen deutlich: Nur wenn viele Menschen sichtbar hinter Isa Paape stehen, hat ein solches Vorgehen keine Chance auf Erfolg. Die Verteidigung von Mitbestimmung und Gewerkschaftsrechten sei eine Aufgabe, die alle angehe – weit über Siemens Energy hinaus.
Als Kollegin von Isa Paape und als Oberbürgermeisterkandidatin für die Stadt Erlangen ist mir wichtig, dass demokratische Strukturen und Mitbestimmung im Betrieb ebenso verlässlich und verantwortungsvoll gelebt werden wie in unserer Stadtgesellschaft.
Betriebsräte übernehmen dabei eine zentrale Rolle. Sie vertreten die Interessen der Beschäftigten und tragen dazu bei, dass Entscheidungen transparent, nachvollziehbar und im gegenseitigen Respekt getroffen werden. Dafür braucht es klare Regeln, Vertrauen und ein Klima, in dem unterschiedliche Perspektiven offen angesprochen werden können.
Die fristlose Kündigung einer aktiven Betriebsrätin hat in den vergangenen Wochen zu intensiven Gesprächen innerhalb der Belegschaft, der Gewerkschaft und auch in der Öffentlichkeit geführt. Diese Gespräche zeigen, wie wichtig Mitbestimmung für das Selbstverständnis moderner Unternehmen ist. Sie bieten zugleich die Chance, Vertrauen zu stärken und Verfahren weiterzuentwickeln.
Ich erkläre meine Solidarität mit allen Kolleginnen und Kollegen, die sich mit Engagement und Verantwortungsbewusstsein für demokratische Mitbestimmung im Betrieb einsetzen und ihre Aufgaben gewissenhaft wahrnehmen.
Eine starke, unabhängige Interessenvertretung ist kein Gegensatz zu wirtschaftlichem Erfolg, sondern ein Bestandteil einer zukunftsfähigen Arbeitswelt. Sie verdient Wertschätzung und verlässliche Rahmenbedingungen.
Erlangen lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen – im Unternehmen ebenso wie in der Stadt. Dieses Engagement verdient Rückhalt und Respekt.
Eva Linhart
Oberbürgermeisterkandidatin für Erlangen (Bündnis 90/Die Grünen und Grüner Liste)
Zur Person: Günter Wallraff (*1942) ist einer der bekanntesten Investigativjournalisten Deutschlands. Durch seine verdeckten Recherchen deckte er immer wieder Missstände in der Arbeitswelt auf – am bekanntesten wurde sein Buch „Ganz unten“ (1985), in dem er die ausbeuterischen Bedingungen von Leiharbeitern und Migranten in der Industrie dokumentierte. Für seinen unbequemen Journalismus wurde er vielfach ausgezeichnet. Mit seiner Erklärung stellt er sich hinter Isa Paape und erinnert daran, dass Mitbestimmung und menschenwürdige Arbeit keine Selbstverständlichkeit sind, sondern immer wieder erkämpft und verteidigt werden müssen.
Solidaritätserklärung von Günter Wallraff:
„Isabella Paape hat erklärt, dass sie trotz aller Schikanen im Sinne der Beschäftigten Wahlkampf macht. Das ist mutig – und das verdient Solidarität.“
Mit diesen Worten unterstützt der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff die fristlos gekündigte Betriebsrätin bei Siemens Energy in Erlangen. In seiner kurzen, aber deutlichen Erklärung vom 11. Februar 2026 hebt Wallraff hervor, dass Isa Paape sich nicht einschüchtern lässt und weiterhin für die Rechte der Kolleginnen und Kollegen eintritt. Dieses Engagement müsse respektiert und gestützt werden.
Originalwortlaut (als Bild): „BETRIEBSRATSMOBBING BEI SIEMENS ENERGY – ‚Isabella Paape hat erklärt, dass sie trotz aller Schikanen im Sinne der Beschäftigten Wahlkampf macht. Das ist mutig - und das verdient Solidarität.‘ GÜNTER WALLRAFF, 11.02.2026“
[Das Bild der handschriftlichen Erklärung ist auf dem Server hinterlegt: Wallraff Paape Soli 11.02.2026.jpg]